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Die Elfenbeinküste

Etwas kleiner als Deutschland und ziemlich genau die Größe Norwegens ist Côte D''Ivoire ist ein westafrikanisches Land. Es liegt an  der Atlantikküste und seine Nachbarländer sind Ghana im Osten; Mali und Burkina Faso im Norden, Liberia und Guinea im Westen.  Amtssprache ist Französisch (Kolonisation). Vereinzelt wird auch Englisch und Deutsch gesprochen. Yamoussoukro ist die politische  Hauptstadt; Abidjan die "alte" Hauptstadt. Abidjan ist eine der größten Städte in Afrika, ist modern und sehr westlich orientiert. Ein  Land voller naturräumlicher Gegensätze und entsprechend unterschiedlichen Klimazonen und Vegetationsformen. Sandbuchten und  Kliffs, lange Strandpartien, Lagunen und Sümpfe mit Mangrovenwäldern gliedern die Atlantikküste, an die sich eine 100 bis 200 km  tiefe Zone tropischen Regenwalds anschließt. Vielfach ist die dichte Vegetation durch Lichtungen aufgelockert, wo Kakao, Kaffee,  Bananen, Gummibaum, Ananas angebaut werden. Aus dem tropischen äquatorialklima dieser Region gelangt man auf dem Weg nach  Norden in den sog. südsudanischen Klimabereich der intensiv landwirtschaftlich genutzten zentralen Hochebene. Sie nimmt den  größten Teil des Landes ein. Den tropischen Regenwald haben zunächst Feuchtwälder, dann Feuchtsavanne abgelöst, die im  nördlichen Landesdrittel in Busch- und Trockensavanne übergehen. Die hier herrschenden hohen Tagestemperaturen, die kühlen  Nächte und ausgedehnten Trockenperioden deuten die Nähe zur Sahelzone an. Ganz anders das bergige Hochland im Westen, der  dritte Naturraum der Côte D''Ivoire, neben dem Küstenstreifen und dem Zentralplateau. In diesem waldreichen Gebiet liegen die  Temperaturen deutlich niedriger, dafür erreichen die Niederschläge Rekordhöhen. Etwas konstantere tropische Temperaturen findet  man an der Küste, wo am äquatorialklima am Golf von Guinea zwischen 23 und 35°C je nach Jahreszeit, herrschen. Für ein  farbenfrohes kontrastreiches Gesamtbild des Landes sorgen 65 ethnische Volksgruppen. 

Traditionelle Feste

Vom Islam und Christentum beeinflusst haben die Ivorer ihre eigenständigen Stammeskulturen, Traditionen und Lebensweisen, zum  Beispiel traditionelle Medizin, Ahnenkult, Animismus, Trommeln, afrikanische Philosophie, Tanz und Kunsthandwerk weitgehend  erhalten.  Musik, Tanz und Maskenfeste, Ahnenkult spielen eine große Rolle im Alltag in Côte D''Ivoire, sie verbinden die beiden Hauptanliegen  des afrikanischen Lebens: die Religion und das Gemeinschaftsbewusstsein. Viele Feste haben zeremonielle Bedeutung und sind  jahreszeitlich festgelegt, wie z. B. das Ende der Ernte, Generationsfeste oder der Beginn der Jagdzeit. Andere Feste wiederum haben  rituelle Hintergründe und werden bei bestimmten Gelegenheiten gefeiert, bei Geburt, Tod oder Heirat. Die Ivorer feiern gerne, und  jede Volksgruppe hat ihre eigenen Traditionen und besonderen Festtage. Nicht bei allen Festen kann man als "Nicht-Eingeweihter"  teilnehmen. Wenn ja, sollte man auf alle Fälle die Gepflogenheiten der jeweiligen Feierlichkeit beachten und vor dem Fotografieren  bzw. Filmen eine Erlaubnis einholen. 

Sehenswürdigkeiten

Abidjan:

Die Millionenstadt Abidjan, angesiedelt auf mehreren Landzungen, die in die Lagune Ebrié hineinragen, präsentiert sich als das "La  Perle des Lagunes" mit brodelndem Verkehr zwischen Nobelgeschäften, Prestigebauten und futuristischen Bürotürmen.  Doch das Herz Afrikas schlägt in den traditionellen Stadtvierteln Treichville, Adjame, Cocody, Koumasi oder Marcory, Yopougon, wo  sich das pralle, bunte Straßenleben der Vielvölkermetropole entfaltet, kleine Restaurants (die sich hier "Maquis" nennen) mit  Leckereien locken, Märkte eine unglaubliche Warenfülle ausbreiten und die Nacht zum Tag wird. 

Bassam:

Bassam liegt direkt an der Atlantikküste, 15 km östlich von Abidjan. Die Stadt ist bekannt für ihre Gastfreundschaft, die Fischerei,  zahlreiche Strände, aber auch für vielfältige kulturelle, handwerkliche und musikalische Aktivitäten. Bassam hat eine lange und alte  Tradition: Durch den Kolonialismus leben hier Einheimische und Fremde einvernehmlich zusammen. Bassam ist eine kleine  kosmopolitische Stadt und bietet nicht nur Tradition, sondern auch Modernismus an (Hochschule, Banken, Medien, Verkehr…) 

Musée des Civilisations de Côte D''Ivoire:

Das Museum "Musée des Civilisations de Côte D''Ivoire" lohnt einen Besuch, vermittelt es doch einen umfassenden Einblick in die  Kunst und Kultur der ivorischen Völkerschaften. 

Der kleinere Nationalpark Banco:

Vor den Toren Abidjans liegt mit dem "Banco" einer der kleineren Nationalparks, der auf seinen 3.000 ha das zu bewahren versucht,  was andernorts schon zu verschwinden droht: ursprünglichen tropischen Regenwald. 

Westlich von Abidjan:

Westlich von Abidjan begeistern malerische Palmenstrände entlang des Lagunenstreifens. Jacqueville, Grand Lahou, Sassandra,  Monogaga, San-Pedro heißen die mehr oder minder entwickelten Badeorte an diesem langen Küstenabschnitt. Wer das nahe  Hinterland erkunden will, könnte dem großen Pfahlbaudorf Tiagba einen Besuch abstatten oder den nur mit Boot oder zu Fuß  erreichbaren Nationalpark Assigny erwandern, ein rund 300 km² großes Urwaldreservat, in dem noch Elefanten leben. 

Lakota (Gbagrelilié):

Etwa 300 km von Abidjan entfernt liegt das Dorf Gbagrelilié in der Region von Lakota, das Dorf ist bekannt durch seinen heiligen  Wald (Glou Djilai) und seine bescheidenen Naturtherapeuten, Schamanen und Heiler. Wer die Stille erleben, zu sich finden und etwas  von dem afrikanische Schamanismus und Ahnenkult erfahren will, ist in dem Dorf Gbagrelilié für 3 Tage herzlich eingeladen. 
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